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Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

1

Freitag, 8. September 2006, 09:05

PM: Die Entwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs in Braunschweig

PRESSEINFORMATION

Die Entwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs in Braunschweig

Braunschweig, den 7. September 2006

Der ÖPNV in Braunschweig ist in den letzten Wochen mit einem Bild belegt worden, welches es aus Sicht des Aufsichtsratsvorsitzenden der Verkehrs-AG, Herrn Carsten Müller, insbesondere im Sinne der täglichen Kunden, gerade zu rücken gilt. Gegenüber dem Bild einer vermeintlich unbefriedigenden Situation im ÖPNV sprechen die Fakten eine gänzlich andere Sprache.

Die Fahrgastnachfrage
Nachdem in den Jahren 1995 bis 1999 tatsächlich ein Fahrgastrückgang in der Nutzerhäufigkeit von etwa 3 Millionen jährlichen Nutzungen zu verzeichnen war, ist die Nachfrage seit 2000 von 35 Millionen auf 37 Millionen Fahrgastbewegungen wieder angestiegen.

Die Kundenzufriedenheit
Wie in allen Dienstleistungsbranchen wird die Kundenzufriedenheit an der Entwicklung der Kundenreklamationen gemessen. In 2003 wurde hierzu ein professionelles Reklamationsmanagement eingeführt. Dieses Instrument erfasst jede einzelne Reklamation und hier vor allem die jeweilige Ursache. Die Kunden erhalten sehr zeitnah eine persönliche Antwort. Darüber hinaus erfolgt eine interne Prozessanalyse, aus deren Erkenntnis die erforderlichen Anpassungen entweder sofort umgesetzt werden oder in mittelfristige Programme aufgenommen werden.
Der Erfolg: Seit Einführung dieses Instrumentes ist die Zahl der jährlichen Reklamationen von etwa 1300 auf 750 bei 37 Mio. Fahrgastbewegungen zurückgegangen. Dieses wird unterstützt mit jährlichen Schulungen des Personals mit dem Ziel der Steigerung der Dienstleistungsqualität. Darüber hinaus steigt die Bedeutung eines stets aktuellen Internet-Auftrittes der Verkehrs-AG mit der Folge, dass monatlich 300.000 persönliche Fahrplanauskünfte im Internet abgefragt werden.

Die Investitionen in den ÖPNV
Ein Vergleich der Investitionen in den ÖPNV seit 2000 zu dem vorher liegenden Vergleichszeitraum verdeutlicht, dass die Investitionen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro sogar noch gestiegen sind. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass diese Steigerung trotz einer Reduzierung der Fördermittel um etwa 15 % statt findet. Die Eigenmittel sind somit überproportional gestiegen.

Die wesentlichen Investitionsvorhaben
* die Beschaffung von 12 Niederflurstraßenbahnen, die 2007 ausgeliefert werden
* der niederflurgerechte Umbau von Bahn- und Bushaltestellen
* die beschleunigte Erneuerung des Bus-Fuhrparks mit der Folge, dass die 15 anstehenden Neufahrzeuge die für 2012 geforderten Abgasnormen bereits erfüllen, damit unterhalb der Emissionen von Gasbussen liegen werden und so das Durchschnittsalter der Busse in Braunschweig von 8 Jahren in 2000 auf 5 Jahre in 2007 sinken lässt.
* die Grunderneuerung von 20 älteren Straßenbahnen mit dem Ziel eines hohen Kundenkomforts.
* der Trassenausbau über den Heinrich-Büssing-Ring nach Stöckheim
* der in Vorbereitung auf die Regio-Stadtbahn erfolgte Umbau des Bohlwegs

Der interkommunale Vergleich
Das Nahverkehrsangebot in Braunschweig liegt mit etwa 35 Fahrplankilometern pro Einwohner einschließlich der umliegenden Gemeinden im gesunden Mittelfeld vergleichbarer Städte. Beispielhaft sind zu nennen Freiburg, Lübeck, Karlsruhe und Magdeburg.
Die Fahrgastnachfrage ist in Braunschweig seit je her niedrig, dieses ist aber kein Problem fehlenden Angebotes. Dieses wird im Städtevergleich deutlich. Die Nachfrage nach ÖPNV-Leistung in Braunschweig liegt im Bereich der unteren 20 %. Dieses ist strukturell bedingt. Braunschweigs Stadtmitte ist mit dem Auto sehr gut erreichbar. Die Entfernungen innerhalb der Stadt sind fußläufig bzw. mit dem Fahrrad gut zu leisten.
Trotz dieser Tatsache wird in Braunschweig ein ÖPNV-Angebot vorgehalten und somit finanziert, dass insbesondere im Verhältnis zur Nachfrage als ausgesprochen gut zu bezeichnen ist.
"Der ÖPNV in Braunschweig ist in den letzten Jahren nachweislich verbessert worden", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende der Verkehrs-AG Herr Carsten Müller. "Auch das Wirtschaftsergebnis des Unternehmens hat sich strukturell und kontinuierlich verbessert, was nicht zuletzt der guten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken ist", so Carsten Müller. "Wir haben aktuell beschlossen, ein Marketingkonzept zur Erreichung wahlfreier Nutzergruppen zu entwickeln, um in Folge der Attraktivierung und Modernisierung des ÖPNV in Braunschweig weitere Kunden hinzuzugewinnen".



Mit freundlichen Grüßen

Ihre Braunschweiger Verkehrs-AG
Christopher Graffam
Pressesprecher
Weitere Bilder und Berichte auch auf meiner Webseite www.winnig.info - mein Shop www.region-im-modell.de[url]

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Freitag, 8. September 2006, 09:34

Carsten Müller:
- Bundestagsabgeordneter
- Ratsherr in Braunschweig
- Aufsichtsratsvorsitzender der BSVAG
- ...

Ob da wohl viel Zeit bleibt, über den ÖPNV in Braunschweig nachzudenken?
Wann hat Müller zum letzten Mal den braunschweiger ÖPNV am eigenen Leib erlebt?
Ob die Fahrgäste das Dargestellte auch so sehen?

Carsten Müller will weiter Ratsherr in Braunschweig bleiben und am Sonntag gewählt werden. Dazu missbraucht der die Verkehrs-AG zum Wahlkampf. Anders ist diese Presseerklärung nicht zu erklären.

Das ist Carsten Müller.

Marcus

Registrierungsdatum: 4. September 2006

3

Freitag, 8. September 2006, 09:47

--> Meine Meinung!

Eine spürbare positive veränderung...hmmm....

*scherzmodus an*

also wenn es positiv ist dann für die Tankwarte,
denn dazu muss man auch den Anstieg von Tourismus, und Arbeitsplätzen in Braunschweig sehen,
denn es gibt wesentlich mehr pendler,
was man daran schon sieht das morgens sämtliche Straßen verstopft sind,
nicht nur die Hauptstraßen...

Mehr Pendler --> Mehr Menschen die bewegt werden wollen..

Wenn die Positive Änderung eine vermeintlicher Fahrplan quark der Marke nicht Anerkennungswürdig sein sollte,
dann ist das Ziel erreicht!
Doch wenn man sich die Gesamtsituation ansieht ist eher eine ausdünnung der ÖPNV-aktivität zu verzeichnen,
da erstens der Takt von immerhin 15 auf 20 oder gar 30 min erweitert wurde!

Wie kommen da 37 mio Fahrgäste zusammen...?
Hat die wer in der Hosentasche mit genommen, ich meine ich fahre seit dem das Angebot so schlecht
ist, so das ich knapp 20-30 min mehr zur Arbeit brauch,
eher mit dem Auto...
Ich komme dann auch schnell an und habe keine Probleme damit 10 min auf den nächsten Bus zu warten!

Kundenzufriedenheit...
ich glaube irgendwann hat keiner mehr bock ne Reklamation zu schreiben...
ist ja ne menge Bürokratie und die soll ja auch abgebaut werden...

*scherzmodus aus*

also ich schließe mich da ME an, denn richtig ist der Weg nicht den die BSVAG da versucht einzuschlagen!

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

4

Freitag, 8. September 2006, 11:07

hier der Kommentar des braunschweiger forums

http://www.bs-forum.de/AGs/Verkehr/Komme…Verkehrs_AG.pdf
Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig
- Rudolfplatz - Lehndorf - Kanzlerfeld
- Salzdahlumer Straße - Heidberg
- Helmstedter Straße - Lindenberg - Rautheim
- Campus Bahn (Nordstadt - TU-Campus-Nord - Querum)
- Volkmarode Nord
- westliche Innenstadtstrecke

Registrierungsdatum: 7. August 2006

5

Freitag, 8. September 2006, 12:37

"Herr Carsten Müller, Eigenlobt stinkt" (und erst recht, wenn es nix zu loben gibt) X( :P

>> ich kann mich dem Kommentar des Braunschweiger Forums nur anschließen...


@Micha: ich warte noch auf ein Kommentar von dir zu meinem letzten Beitrag bei dem Thread "Bürgerfahrplan des Braunschweiger Forums" (besonders was die Sache mit der Umfrage angeht, denn das müsste ja wenn bald mal passieren) :D ;)

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

6

Freitag, 8. September 2006, 13:27

RE: PM: Die Entwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs in Braunschweig

Zitat

* der niederflurgerechte Umbau von Bahn- und Bushaltestellen

Ich musste grade mal wieder zwischen Büschen (nur der Gullideckel allein bewahrt die Leute davor mittendrin zu stehen ;) ) aussteigen, obwohl die 439 schon vor 5 Jahren eingeführt wurde. Zeitweise durfte man dort bei der dritten Tür gar nicht aussteigen, aus Sicherheitsgründen. Wie es mit der vierten Tür aussieht will ich mir garnicht vorstellen.

Dass es kein Wartehäuschen oder eine Bank gibt ist ja noch OK, aber man kann ja wenigstens noch erwarten, dass ein paar Gehwegplatten verlegt werden.
Man bin ich heute wieder anspruchsvoll. ;(

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

7

Freitag, 8. September 2006, 22:24

aus der Braunschweiger Zeitung vom 08.09.2006:

VERKEHRS AG WEISST KRITIK ZURÜCK
Neuer Fahrplan kommt im Frühsommer 2007

von Jörn Stachura

Die Verkehrs AG steht in der Kritik:
Den Fahrplanentwurf musste sie zurückziehen und obendrein hat SPD-Oberbürgermeister-Kandidat Friedhelm Possemeyer das Angebot als "unbefriedigend" bezeichnet und im Falle eines Wahlsiegs Verbesserungen angekündigt. Die Verkehrs AG setzt sich zur Wehr.
Aufsichtsratvorsitzender Carsten Müller (CDU) wollte Fakten für sich sprechen lassen. Danach ließe sich die Braunschweiger Verkehrs AG heute wie folgt beschreiben:
Der Fahrgastrückgang wurde nicht nur gestoppt, sondern die Verkehrs AG hat die Nutzerzahl wieder erhöht. Sie liegt gegenwärtig bei 37 Millionen Kunden jährlich. Im Jahre 2000 seien es noch 35 Millionen gewesen.
Die Zahl der Kundenreklamationen sei von 1300 (2003) auf nun 750 gefallen. Die Geschäftsleitung der Verkehrs AG habe auch ein persönliches Interesse an einem Rückgang. Müller: "Kundenzufriedenheit ist ein Kriterium, von dem die Bezahlung der Geschäftsführung abhängt."

Hohe Investitionen

Die Verkehrs-AG sei ein modernes Unternehmen. Seit dem Jahr 2000 seien 100 Millionen Euro investiert worden und dies, obwohl die Fördermittel um 15 Prozent fielen. 12 neue Straßenbahnen und 15 neue Busse werden demnächst erwartet. Das Durchschnittsalter der Busse werde dann 5 Jahre betragen.
Braunschweigs Nahverkehrsangebot bewegt sich mit 35 Fahrplankilometern pro Einwohner auf dem Niveau von Karlsruhe, Freiburg oder Lübeck. Die Fahrgastnachfrage sei zwar gering, dies erkläre sich jedoch nicht aus dem Angebot, sondern aus dem Umstand, das es sich bei Braunschweig um eine "kompakte Stadt" handele. Vieles sei gut zu Fuß oder per Rad zu erreichen. Gleichwohl sei bereits beschlossen, über ein neues Marketing-Konzept weitere Kunden hinzuzugewinnen.

Neue Fahrplan-Diskussion

Wie Geschäftsführer Thies Hinckeldeyn ankündigte, wolle die Verkehrs-AG den gekippten Fahrplanentwurf überarbeiten und dann erneut zur Diskussion stellen. Der neue Fahrplan soll im Frühsommer 2007 in Kraft treten.
Die Geschäftsführung erteilte dem Vorschlag des Braunschweiger Forums (wir berichteten), den Fahrplan vorab ins Internet zu stellen, damit ihn Politiker und Fahrgäste testen können, eine Absage. "Braunschweigs Öffentlicher Personennahverkehr kann nicht allen gerecht werden und wir können auch keine Taxifunktion übernehmen. Ein derartiger Vorschlag ist hochriskant und erzeugt Unfrieden."
Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig
- Rudolfplatz - Lehndorf - Kanzlerfeld
- Salzdahlumer Straße - Heidberg
- Helmstedter Straße - Lindenberg - Rautheim
- Campus Bahn (Nordstadt - TU-Campus-Nord - Querum)
- Volkmarode Nord
- westliche Innenstadtstrecke

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

8

Freitag, 8. September 2006, 22:53

soviel unqualifizierte und in sich unlogische Aussagen aufeinmal machen einen schon ziemlich traurig.

Thies Hinckeldeyn sagt mit seiner Aussage ja folgendes:
Wenn die BSVAG den Fahrplan vorab ins Netz stellt, erzeugt er Unfrieden. Das bedeutet, dass der Fahrplan, der ja noch immer der selbe ist - ob nun vorher präsentiert und unfrieden erzeugt oder nicht - hinterher auch unfrieden erzeugen muss. Denn warum sollte er bei sofortiger Umsetzung weniger Unmut erzeugen? Unlogisch. Er würde aber weniger Unmut bei der Einführung erzeugen, wenn er vorher bekannt wäre und kleine Unstimmigkeiten im vorhinein korrigiert werden können. Wir sprechen ja nicht davon, das Gesamtwerk in Frage zu stellen.

Ich bin doch recht erstaunt darüber, für wie dumm und blöd die Braunschweiger Verkehrs AG Fahrgäste hält. Wir vom braunschweiger forum können nur vom Gegenteil sprechen. Fahrgäste können sehr qualifizierte Aussagen machen. Es kommen eine Menge sehr konstruktive Vorschläge. Natürlich birgt jede Änderung für einige Verbesserungen und für einige auch Verschlechterungen. Die gilt es abzuwägen, damit immer die Mehrheit eine Verbesserung erhält. Aber in allen Reaktionen - auch hier im Forum (Sorry, dass ich noch immer nicht auf alle geantwortet habe...) sehe ich durchaus die Fähigkeiten der Einzelnen zur Abstraktion für das Ganze.
Diese Herren kennen keine partizipativen Verfahren. Das erklärt auch den patriarchalen Führungsstil.

Na schauen wir mal, ob Herr Hinckeldeyn überhaupt noch irgendetwas präsentieren wird. Ich bezweifel, dass Herrn Dr. Hoffmann die derzeitigen Entwicklungen im Hause BSVAG gefallen. Das wird sich nach der Wahl sehr schnell zeigen.

Aber eines müssen wir alle zusammen lernen:
Alle Kritiken, die wir hier verfassen, müssen auch an die BSVAG gesendet werden. Wusstet ihr, dass die Geschäftsführung u.a. nach der Anzahl der Kritiken bezahlt wird? Da sind wir hier zum Teil sehr unzufrieden und resignieren und schmeißen damit der Leitung auch noch das Geld in den Rachen. Unfassbar! Also: zukünftig alles cc an die BSVAG. Ach ja, und nicht vergessen die Antworten hier einzustellen. Wenn wir das Forum hier auswerten, kommen wir locker auf über 1000 Kritikpunkte. Wobei wir nicht verlernen sollten, gerade die wenigen positiven Dinge wahrzunehmen! ?(

Erstaunt bin ich über den mangelnden Protest von SPD und Grünen. Denn in ihre Regierungszeit fällt die Grundlage für den Stadtbahnausbau sowie die Finanzierungsanträge für den Stadtbahnwagenkauf. Leider hat Herr Müller (CDU) vergessen darauf hinzuweisen... tststs...

Am Sonntag Abend sind wir alle ein wenig schlauer. Zumindest sind die Würfel für die unmittelbare Zukunft des ÖPNV dann gefallen. Es liegt auch in unseren Händen... (was für ein theatralisches Ende :]
Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig
- Rudolfplatz - Lehndorf - Kanzlerfeld
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- Helmstedter Straße - Lindenberg - Rautheim
- Campus Bahn (Nordstadt - TU-Campus-Nord - Querum)
- Volkmarode Nord
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Registrierungsdatum: 11. Juli 2006

9

Samstag, 9. September 2006, 04:01

Zitat

Original von Micha
soviel unqualifizierte und in sich unlogische Aussagen aufeinmal machen einen schon ziemlich traurig.


Mich hingegen machen Aussagen von Personen, Gruppen und Parteien traurig, die durch Halb- oder Unwahrheiten und dem Verzicht auf bestimmte Fakten versuchen Wahlkampf zu betreiben!

Ich bin kein Freund von allen Dingen, die die Verkehrs AG so tut und ebenfalls kein fanatischer Dr. Hoffmann Anhänger, aber man sollte bitte nicht die Tatsachen verdrehen!

Zitat

Original von Micha
Ich bin doch recht erstaunt darüber, für wie dumm und blöd die Braunschweiger Verkehrs AG Fahrgäste hält.


Ach, tut die Verkehrs AG oder Herr Hinckeldeyn das?! Wo sind deine Beweise? Soll für deine These etwa dieses kurze BZ Zitat herhalten? Sehr dürftig! Herr Hinckeldeyn könnte auch einfach nur der Meinung sein, dass viele Köche den Brei verderben, sprich jemand der im Vorfeld Wünsche äußert, könnte hinterher enttäuscht sein, das diese nicht berücksichtigt wurden.

Wenn die Verkehrs AG nichts von den Kundenmeinungen halten würde, warum gab es dann die Cinemaxx Veranstaltung, auf der das neue Linienkonzept diskutiert wurde. Waren es nicht Vertreter des BS Forum, die diesen Dialog begrüßt haben und waren es nicht ebenfalls Vertreter dieses Forums, die es begrüßt haben, dass ihre Vorschläge zum Teil berücksichtigt wurden?!

Zitat

Original von Micha
Diese Herren kennen keine partizipativen Verfahren. Das erklärt auch den patriarchalen Führungsstil.


Ach, dass ist ja komisch?! Gab es etwa doch keinen Dialog zwischen Vertretern des Braunschweiger Forums und der Verkehrs AG? Sehr merkwürdig, verschweigt ihr da nicht etwas?

Zitat

Original von Micha
Na schauen wir mal, ob Herr Hinckeldeyn überhaupt noch irgendetwas präsentieren wird. Ich bezweifel, dass Herrn Dr. Hoffmann die derzeitigen Entwicklungen im Hause BSVAG gefallen. Das wird sich nach der Wahl sehr schnell zeigen.


Oha, jetzt wird es ja interessant! Woher wohl schon wieder diese Informationen stammen? Eben noch macht Dr. Hoffmann Herrn Hinckeldeyn zum Dezernenten und morgen entlässt er ihn schon als Vorstandsvorsitzenden der Verkehrs AG. Sehr gewagte These. Wäre es nicht viel sinnvoller gewesen Herrn Hinckeldeyn vor der Wahl als „Sündenbock“ für schlechten ÖPNV zu präsentieren, um mehr Wählerstimmen zu bekommen? Warum sollte er das hinterher tun, ergibt doch keinen Sinn! Außerdem weiß auch Herr Hoffmann, dass man mit wenig eingesetzten Geld auch nur wenig Zufriedenheit ernten kann.

Zitat

Original von Micha
Alle Kritiken, die wir hier verfassen, müssen auch an die BSVAG gesendet werden. Wusstet ihr, dass die Geschäftsführung u.a. nach der Anzahl der Kritiken bezahlt wird?


Ach, ist das so?! Wäre mir völlig neu! Ich dachte, der Vorstand würde nach der Quote der Beschwerden, also derKundenzufriedenheit eine Prämie bekommen.

Zwischen Beschwerde und Kritik ist doch ein großer Unterschied. Beschweren kann ich mich über unpünktliche Fahrten oder unfreundliches Personal, kritisieren kann ich hingegen alles, es kommt halt auf meinen Standpunkt an. Wenn ich wollte, könnte ich theoeretisch durch Kritik dafür sorgen, daß der Vorstand der Verkehrs AG noch Geld mitbringen muß, damit er überhaupt in der Carl-Miele-Straße arbeiten darf.

Zitat

Original von Micha
Erstaunt bin ich über den mangelnden Protest von SPD und Grünen. Denn in ihre Regierungszeit fällt die Grundlage für den Stadtbahnausbau sowie die Finanzierungsanträge für den Stadtbahnwagenkauf. Leider hat Herr Müller (CDU) vergessen darauf hinzuweisen... tststs...


Erstaunt bin ich nur über so viel blindes Hau drauf!

Gab es nicht über Jahrzehnte eine SPD Ratsmehrheit, zum Teil mit Grüner Beteiligung?! Dann verdanken wir es also auch der SPD und den Grünen, warum Stadtteile wie Lehndorf, Kanzlerfeld, Querum, Volkmarode (Nord), Gartenstadt, Rüningen, Südstadt, Rautheim, Mascherode noch keinen Straßenbahnanschluss haben?!


Ach, wie ist das alles traurig, besonders wenn man zur Zeit in der Opposition bzw. nicht im Rat vertreten ist und irgendwie versucht, auf Stimmenfang zu gehen ohne eine wirkliche Alternative zu sein.

Ach, wie ist das alles traurig, besonders wenn man zur Zeit Wähler ist und eine Alternative sucht, diese aber nirgends finden kann.


Stefan

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

10

Samstag, 9. September 2006, 10:26

@ Stefan

ich bleibe bei meiner Aussage, dass die BSVAG kein großes Interesse an der Kundenmeinung hat. Einige wenige MitarbeiterInnen der BSVAG mit Sicherheit.
Die Veranstaltung im Cinemax ist beispielsweise nicht aus der Idee der BSVAG heraus entstanden. Die Grünen haben einen Antrag im Stadtrat gestellt, dass die BSVAG eine solche Veranstaltung durchzuführen hat. Das geschah, nachdem der Verwaltungsausschuss am 03. Mai die Planungen der BSVAG abgelehnt hat. Das braunschweiger forum begrüßt das sehr. Doch erwarten wir, dass Informationsveranstaltungen selbstverständlich von einem mit Kunden arbeitenden Betrieb angeboten werden.
In Berlin gibt es beispielsweise regelmäßge Sprechtage. Dort aufgegliedert in TramSprechtag, U-Bahn-Sprechtag, Bus-Sprechtag. Das sind wichtige Gremien für die BVG. Außerdem werden Planungen rechtzeitig im Internet vorgestellt, mit der Möglichkeit der Stellungnahme. Dies ist klar von Thies Hinckeldeyn im Artikel abgelehnt worden. Warum? Viele Köche verderben den Brei??? Komisch, das andere Verkehrsunternehmen da ganz andere Erfahrungen machen.

Der patizipative Ansatz der BSVAG bestand darin, die Planungen vor allem den Bezirksstadträten vorzustellen. Das sind die gewählten VolksvertreterInnen. Außerdem sind noch einige Institutionen in den Genuß gekommen, die sich mit Nahverkehr beschäftigen. Das ist ein Anfang. Aber wo bleibt der ganz direkte Kontakt mit den unterschiedlichen Nutzergruppen? Wo ist der Austausch mit den täglichen Kundinnen und Kunden?

Ich arbeite u.a. viel in anderen Städten, auch zum Thema Nahverkehr. Und in Sachen "Ohr beim Kunden" läuft das in anderen Städten (Dresden, Erfurt, Berlin, Freiburg, Karlsruhe) deutlich anders. Aufgrund dieser Erfahrungen erlaube ich mir das Urteil.

Die BSVAG hat die Qualität-Scouts eingerichtet. Das Fahrgastforum, in dem vieles besprochen werden soll. Hier spricht vor allem die Verkehrs AG. Eine gute Showveranstaltung.
Wo ist die Fahrgastzeitung? Wo sind die Infostände in den Stadtteilen, bei den große Veränderungen vorgestellt werden?

Ich verstehe aber unter Partizipation mehr. Und ich verfolge einen solchen Ansatz, weil meine Erfahrung ist, dass erstens die Identifikation mit dem Unternehmen wächst, zweitens das Resultat der Planung in der Qualtität besser wird und drittens der dann vorgestellte Kompromiss von einer größeren Gruppe getragen wird.

Wenn das braunschweiger forum mit der Verkehrs AG im Kontakt steht, ist das für mich keine ausreichende Fahrgastvertretung.

Herr Hoffmann hat vor der Wahl kein Interesse daran, das Thema Nahverkehr in der öffentlichen Diskussion zu haben. Unbestritten ist wohl, dass die Verkehrs AG unter der Regierungskoalition nicht mehr Geld zur Verfügung bekommen wird, eher weniger. Das führt bei der BSVAG in erster Linie zur Leistungsreduzierung. Das ist kein Thema, das man im Wahlkampf haben möchte.
Wirklich gelungen ist es nicht, das Thema vom Tisch zu haben. Und unsere Vorschläge zeigen, dass es auch anders geht. Das setzt die BSVAG unter einen Handlungsdruck in die Öffentlichkeit zu treten. Warten wir gespannt, wie Herr Hoffmann zum Thema Nahverkehr reagieren wird.

Die Kundenzufriedenheit ermittelt sich aus der Anzahl der Beschwerden. Gibt es keine Beschwerden, bedeutet dies laut Aussage des Presseartikels, die Zufriedenheit ist hoch. Verstanden?

Die jetzt von der CDU auf die Erfolgskarte geschriebenen Projekte hat sie selbst nicht zum Erfolg gebracht!
Das die anderen Projekte noch nicht realisiert sind, ist auch dem mangelnden Interesse der SPD in der Vergangenheit geschuldet. Aber der Punkt Stadtbahnausbau stände unter einer Ratsmehrheit von rot, grün, rot,bibs (in welcher Konstellastion auch immer) wohl am ehesten unter einem guten Stern.

Ich stehe hier für meine Meinung und meine Bewertung.
Ein blindes Hau ist das nicht. Aber da hast Du Deine Bewertungskriterien und Meinung. Trotzedem, viel Spaß beim Wählen morgen :)) :))
Stadtbahnausbaukonzept für Braunschweig
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- Campus Bahn (Nordstadt - TU-Campus-Nord - Querum)
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- westliche Innenstadtstrecke

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

11

Samstag, 9. September 2006, 15:27

Die Anmerkungen von @stefan ginschert zum Beitrag von @micha sind in der Tat bemerkeswert.
Ebenso wie die in der Zeitung wiedergegebenen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der BSVAG.

Unterstellt man der Zeitung zumindest eine sinngemäße Wiedergabe, welches nicht in jedem Fall eine Stärke der Zeitung ist,
scheint in der BSVAG ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Dienstleistungsauftrag zu herrschen.
Einige Vorgänge aus der Vergangenheit mögen daraufhin deuten.

Die schon erwähnte Diskussionsveranstaltung im Cinemaxx ist ein herausregendes Beispiel für Wertschätzung,
die die Vertreter der BSVAG der Öffentlichkeit entgegenbringen.
Es sollte jedem Menschen die Schamesröte ins Gesicht treiben,
wenn er sich drei Tage nachdem die Entscheidung bereits gefallen war, den Fahrplan und das Liniennetz NICHT zu ändern,
vor ein Auditorium begibt und Dergleichen nicht mit einem Wort erwähnt!

Damit hat das Unternehmen vielleicht den letzten noch
vorhandenen Vertrauensvorschuss auf das Leichtfertigste verspielt.

Offenbar sind genau diese Methoden dem OB Hoffmann schon früher ins Auge gesprungen
und er hat die ersten Konsequenzen gezogen.
Bei der dem OB Hoffmann eigenen Art sollte es nicht weiter verwundern,
wenn weitere Konsequenzen folgen werden.

So interpretiere ich die Aussagen von @micha
und stimme dessen Einschätzung der Situation bei der BSVAG zu.

Wenn OB Hoffmann jemanden auf einen „Thron“ hievt überlegt er sich dieses sehr wohl.
Die Gründe dafür muss er kaum in epischer Breite darlegen.
Genauso wenig muss er seine Gründe in epischer Breite darlegen,
wenn die Entscheidung in entgegengesetzter Richtung getroffen wird.
Dazu ist auch OB Hoffmann zu sehr Realpolitiker, um nicht rechtzeitig zu erkennen,
wenn eine Entwicklung negative Folgen für ihn haben kann.
Dann geht der Daumen halt nach unten und zwar ganz schnell.

Und @stefan ginschert:
Tatsache ist, seit die Ratsmehrheit gewechselt hat,
sind für den ÖPNV keinerlei positive Entscheidungen getroffen worden,
die den ÖPNV in unserer Stadt einen Schub nach Vorne verleihen würden.
Alle aufgezählten Maßnahmen zum Stadtbahnausbau sind zu SPDGrünen-Zeiten getroffen worden,
was in einem Langfristkonzept mündete.
Leider werden diese Planungen durch hinterhältige Partikularinteressen
einzelner Ratsmitglieder der anderen beiden Fraktionen zerredet und verhindert.

Der Ansatz des bs forums für die nach wie vor im Raum stehenden
(nochmaligen – wie viele Veränderungen verträgt ein Nahverkehrsnetz wie Braunschweig eigentlich?)
„Fahrplananpassungen“ in jedem Fall zu unterstützen.

Man muss nicht mit jedem Vorschlag des Forums einverstanden sein.
Nur erscheint mir eine derartige Beteiligung der Öffentlichkeit sehr gut geeignet zu sein,
die Wünsche der mobilen Bevölkerung zu erfahren und möglichst
weitestgehend zu berücksichtigen.

Das ist ein erheblicher Unterschied zum Gebaren der Verantwortlichen bei der BSVAG.
Mehr als ein gelangweiltes „Das nehmen wir auf.“ oder „Wir sind ja bei Ihnen“
war bei der Cinemaxx-BSVAG nicht zu vernehmen.
Ein lästiges Pflichtprogramm war abzuspulen.
Kein Wunder, wenn bei derartigen Auftritten in den Stadtbezirken Stirnrunzeln und Misstrauen bleibt.
Das weiß auch OB Hoffmann.

Vertrauen schaffen die Verantwortlichen der BSAVG mit Showveranstaltungen nicht.
Wer anlässlich solcher Auftritte wie im Cinemaxx geradezu schwärmerisch
Huldigungen in Richtung Vorstand äußert, versteht entweder nicht viel von attraktiven ÖPNV
oder macht sich unglaubwürdig.