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Registrierungsdatum: 3. Oktober 2008

1

Montag, 24. November 2008, 15:13

Zur Diskussion: Alternativer Fahrplan für die Frühspitze

Wie ich hier in einem anderen Faden ja dargelegt habe, müßte der morgendliche Kursauslauf 42 Kurse betragen. Diese Kurse fahren leider nicht in einem sauberen Takt, sondern dank der vielen eingeschobenen E-Fahrten ja recht unregelmäßig, oft fahren die E-Fahrten ja nur 2-3 min vor einem Regelkurs.
Auch wenn es wohl rein theoretische Überlegungen sind, da die BSVAG sicher nicht schon wieder größere Änderungen vornehmen wird, habe ich mir mal überlegt, daß man mit 41 Kursen (also sogar einem weniger) auch einen 10-min-Takt auf allen Linien hinbekommen könnte. Dazu würde mich eure Meinung interessieren.

Der Plan sähe wie folgt aus (Angabe der Minuten der Abfahrt, jeweils im 10-Takt):

Linie 1
Stöckheim 00 10 20 30 40 50
Hbf 17 27 37 47 57 07
Rathaus 25 35 45 55 05 15
Wenden 48 58 08 18 28 38

Wenden 08 18 28 38 48 58
Rathaus 30 40 50 00 10 20
Hbf 37 47 57 07 17 27
Stöckheim 53 03 13 23 33 43 benötigt: 11 Kurse (Wendezeit Wenden 10 min, Stöckheim 7 min)

Linie 2
Heidberg 02 12 22 32 42 52
Hbf 12 22 32 42 52 02
Rathaus 20 30 40 50 00 10
Ottenr. Str. 34 44 54 04 14 24

Ottenr. Str 00 10 20 30 40 50
Rathaus 15 25 35 45 55 05
Hbf 22 32 42 52 02 12
Heidberg 32 42 52 02 12 22 benötigt: 8 Kurse (Wendezeit Ottenr. Str. 6 min, Heidberg 10 min)

Linie 3
Weststadt 03 13 23 33 43 53
Donaustr 08 18 28 38 48 58
Rathaus 22 32 42 52 02 12
Volkmar. 38 48 58 08 18 28

Volkmar. 07 17 27 37 47 57
Rathaus 23 33 43 53 03 13
Donaustr 35 45 55 05 15 25
Weststadt 41 51 01 11 21 31 benötigt: 9 Kurse (Wendezeit Volkmarode 9 min, Weststadt 12 min)

Linie 4
Helmst. Str. 06 16 26 36 46 56
Leonh.pl. 11 21 31 41 51 01
Rathaus 17 27 37 47 57 07
Radeklint 22 32 42 52 02 12

Radeklint 01 11 21 31 41 51
Rathaus 08 18 28 38 48 58
Leonh.pl. 13 23 33 43 53 03
Helmst. Str. 18 28 38 48 58 08 benötigt: 5 Kurse (Wendezeit Radeklint 9 min, Helmstedter Str. 8 min)

Linie 5
Broitzem 07 17 27 37 47 57
Donaustr. 13 23 33 43 53 03
Leonh.pl. 30 40 50 00 10 20
Hbf 33 43 53 03 13 23

Hbf 01 11 21 31 41 51
Leonh.pl. 04 14 24 34 44 54
Donaustr. 20 30 40 50 00 10
Broitzem 28 38 48 58 08 18 benötigt: 8 Kurse, verknüpt mit L. 6 (Wendezeit Broitzem 9 min, Hbf 8 min, Radeklint 7 min)

Linie 6
Hbf 04 34
Rathaus 13 43
Radeklint 18 48

Radeklint 25 55
Rathaus 32 02
Hbf 40 10


Insgesamt käme man so auf 41 Kurse in einem sauberen, attraktiven 10-min-Takt auf allen Linien. Diesen könnte man zB von etwa 6.30 Uhr bis 8 Uhr oder 8.30 Uhr fahren und dann in den jetzigen 15er-Takt übergehen.
Man könnte sich alle E-Wagen sowie die Linie 9 sparen. Außerdem würde die 6 auch in der Morgen-HVZ nur zwischen Radeklint und Hbf (mit Verknüpfung mit L. 5) fahren, da Stöckheim ja durch die 1 mit 6 Fahrten pro Stunde (wie jetzt auch, aber in einem 6/9/15-Takt) versorgt wäre.

Die Abschnitte Gesundheitsamt - City - Sachsendamm (L. 1/2) und Donaustraße - City (L. 3/5) erhielten einen 5-min-Takt, und zwischen Leonhardplatz und City (Linie 4/5) entstünde ein 3/7-Takt.

Was haltet ihr davon?

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

2

Montag, 24. November 2008, 17:49

Wendezeiten ...

... unter 9 Minuten kannst Du getrost knicken. OTTE mit 6? Vergiß es.

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2008

3

Montag, 24. November 2008, 18:32

Naja, momentan gibt es doch auch ähnliche Wendezeiten:
- 1 in Stöckheim 4 min, in Wenden 10 min
- 2 an der Ottenroder Str. 8 min, im Heidberg 18 (morgens aber nur 3!) min
- 3 Weststadt 8 min, Volkmarode 13 min
- 4 an beiden Enden 6 min
- 5 in Broitzem 4 min, am Hbf 19 min (wenn nicht mit 6 verknüpft)

Ich sehe da keinen großen Unterschied, zumal nach meinem Plan die Umlaufzeiten ja teilweise sogar länger würden:
- L. 1 jetzt 105 min, bei mir 110 min
- L. 4 jetzt 45 min, bei mir 50 min

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

4

Montag, 24. November 2008, 21:49

toller Entwurf, 2015?

Nabend,

das ist wirklich ein super Entwurf, so hätte ich mir auch ein MetroLinien-Konzept vorgestellt. Und zwar am besten von 6-20 Uhr. Aber es sollte ja anders kommen. Durch die vielen E-Wagen, die nur kurze Zeit unterwegs sind, werden die Fahrzeuge nur wenig eingesetzt und es entstehen tlw. nur sehr kurze Dienstzeiten. Beides ist sehr unwirtschaftlich. Im Busverkehr oftmals noch schlimmer. Es zeigt wieder einmal, dass man mit derselben Anzahl an Fahrzeugen auch viel mehr bewirken könnte. Z.B. sowas Ungewöhnliches wie "neue Fahrgäste gewinnen". Aber ich vermute, dass es in Braunschweig noch 5-10 Jahre dauern wird, bis man vielleicht über einen verlässlichen 10-Minuten-Takt spricht. Wenn die Energiepreise wieder mal stark angestiegen sind und vielleicht doch so etwas wie ein Trend zum ÖPNV einsetzen sollte. Vorausgesetzt, die RSB fährt auch und macht den ÖPNV in der Region insgesamt etwas beliebter (kann zwar noch dauern). Anhand des Beispiels von Stöckheim, dass die Bahnen dort morgens im 6/9/15-Minuten-Takt fahren, sieht man sofort, dass so keine neuen Kunden zu gewinnen sind, schon gar keine Pendler innerhalb der Stadt. Zum einen weil der Takt so furchtbar ist, zum anderen weil 15 Minuten Abstand einfach in einem so großen Stadtteil einfach zu viel ist. Bin ich froh, dass hier in Kassel die Bahnen - dort wo zwei Linien fahren - alle 7,5 Minuten fahren.

Gruß nach Niedersachsen

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

5

Montag, 24. November 2008, 22:31

RE: toller Entwurf, 2015?

Aber ich vermute, dass es in Braunschweig noch 5-10 Jahre dauern wird, bis man vielleicht über einen verlässlichen 10-Minuten-Takt spricht.

Man hat bereits im Jahr 2005 darüber gesprochen; zur Inbetriebnahme der Stöckheimstrecke war ebenfalls ein ähnliches Netz wie heute geplant, nur ohne Metros, aber mit einheitlichem 10-Minutentakt für alle Tramlinien.

Wenn die Energiepreise wieder mal stark angestiegen sind und vielleicht doch so etwas wie ein Trend zum ÖPNV einsetzen sollte.

Aber genau das hatten wir vor wenigen Monaten! Man hat festgestellt, dass immer mehr Menschen den ÖPNV benutzen, zumindest in Erwägung ziehen, den PKW stehen zu lassen... Ich weiß auch nicht, was die BSVAG eigentlich noch haben will...

Registrierungsdatum: 21. September 2008

6

Montag, 24. November 2008, 22:36

Nungut, in Braunschweig ist der Takt ja auch an den Stellen, an denen 2 Bahnen fahren, 7,5min, also alles in allem in der Innenstadt. Oder gibt es bei euch noch Twin-Lines, also dass auf den meisten Linien bis zum Ende 2 Linien á 15-min-Takt überlagert sind?

Der Unterschied zwischen einem 15 und einem 10er-Takt ist für die Kunden schon recht hoch: Wenn man in der Innenstadt bei einem 15er gerade den Bus verpasst hat, dann kommt einem das schon recht lange vor. Bei einem 10er dagegen geht doch die Zeit weit schneller rum und man hat nicht so sehr das Gefühl lange warten zu müssen (Und die Anzeige ist permanent im einstelligen Bereich, noch ein psychologisch wertvoller Faktor ;-) ). Bei einer durchschnittlichern Wartezeit von 5min werden vielleicht auch viele Leute schon auf Gut-Glück zur Haltestelle gehen.
Interessant sind beim 10er-Takt natürlich die überlagerten Linien. Eigentlich braucht man da wirklich nicht mehr in den Fahrplan schauen, die durchschnittliche Wartezeit ist ja nur 2,5min.

Also um Neukunden zu gewinnen ist der 10er Takt aus vielen Gesichtspunkten einfach super!

Um jetzt wieder zum Thema zu kommen:
Ein Wechsel zwischen 10 und 15-er-Takt sowohl morgends als auch nachmittags halte ich nicht für besonders gut. Früher wusste man nie wirklich, welcher Takt noch oder schon wieder ist. Während der Hauptverkehrszeit, zumindenst aber von etwa 7-19, ist ein einheitlicher Takt weit einfacher. Vor diesem Hintergrund kann ich die Verkehrs-AG verstehen, dass sie Verstärkerfahrten einbauen, statt wieder zum alten Taktwechsel greifen.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2008

7

Dienstag, 25. November 2008, 01:12

RE: toller Entwurf, 2015?


Durch die vielen E-Wagen, die nur kurze Zeit unterwegs sind, werden die Fahrzeuge nur wenig eingesetzt und es entstehen tlw. nur sehr kurze Dienstzeiten. Beides ist sehr unwirtschaftlich. Im Busverkehr oftmals noch schlimmer. Es zeigt wieder einmal, dass man mit derselben Anzahl an Fahrzeugen auch viel mehr bewirken könnte.


Genau das meine ich ja: Mit derselben Kursanzahl wie momentan könnte man einen sauberen, attraktiven 10er-Takt auf allen Linien bewerkstelligen, wenn man denn wollte. Aber ich glaube, die BSVAG ist wirklich deutschlandweit Meister in negativer Selbstvermarktung. Möchte manchmal wirklich wissen, was die Verantwortlichen da reitet.

Was den Taktwechsel angeht: ich finde das nicht so problematisch, wenn gegen 8.30 Uhr der 10er-Takt zu einem 15er-Takt wechselt. Schließlich gibt es in vielen Städten während des Tages Taktänderungen, und da funktioniert das auch problemlos. Und wenn man die Wahl hat zwischen ganztags 15er-Takt einerseits und 10er-Takt morgens und 15er-Takt ab Vormittag andererseits, dann muß man doch nicht lange überlegen, was besser ist, oder?

Natürlich wäre ein ganztägiger 10er-Takt das Optimum, aber das würde gegenüber dem status quo Mehrkosten verursachen. Mir ging es ja darum aufzuzeigen, daß man OHNE Mehraufwand ein attraktiveres Angebot schaffen könnte.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

8

Dienstag, 25. November 2008, 01:21

RE: RE: toller Entwurf, 2015?


Was den Taktwechsel angeht: ich finde das nicht so problematisch, wenn gegen 8.30 Uhr der 10er-Takt zu einem 15er-Takt wechselt.


Gab es schon... Zu meiner Schulzeit zu Beginn der 70iger liefen die Fahrzeuge im Schüler-bzw. Berufsverkehr im 10-Minuten-Takt, später im 12-Minuten-Takt plus Verstärkerfahrten. Linie 12 hatte sogar einen 7,5-Minuten-Takt im Berufsverkehr und sonst einen 10-Minuten-Takt; die lief damals allerdings auf der Relation Rüningen - Welfenplatz über Rautheim...

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

9

Dienstag, 25. November 2008, 11:37

@ OP

Wie ich ja schon in einem anderen Thread angemerkt hatte, wäre es aus meiner Sicht eine Überlegung wert, an einem wechselnden Takten festzuhalten. Wie ich meiner Meinung nach vermutet habe, macht ein einheitlicher Takt nur dann Sinn, wenn er entsprechend hoch ist. Bei 15 min ist das ja anscheinend wohl schon ziemlich kritisch bei uns.

Aber zu diesem ganzen Kram müsste es eigentlich auch Studien geben. Aber hier hat ja anscheinend niemand entsprechendes Fachwissen, sodass wir da wohl nicht groß weiterkommen, außer aufs eigene Gefühl und Beispiele zu hören. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, bin ich oft mit dem E-Wagen gefahren, der ja oft 2 min vor der regulären Linie fährt. Das lustige ist, dort steigen gar nicht alle ein. Meine Vermutung ist, dass viele mit E-Wagen gar nichts anfangen können. Auch die Fahrzeugverteilung pro Zeit wäre ohne E-Wagen besser.